LA : CSIT World Sport Games in Tortosa vom 02.-07.07.2019

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CSIT World Sport Games Tortosa – eine Erfolgsgeschichte

Das Frauen-Team des SATUS auf Rang 1. Rang 2 für das Max-Team und Rang 3 für die Herren.

Bereits zum 6. Mal wurden vom 2. bis 7. Juli 2019 die World Sports Games des Weltverbandes CSIT durchgeführt und zwar diesmal in Spanien, genauer gesagt in der Region Katalonien. Ein Highlight dieser World Sports Games ist jeweils die Vielzahl der verschiedenen Sportarten, die teilnehmenden Verbände aus «sage und schreibe» 31 Nationen mit über 3000 Athletinnen und Athleten. Traditionsgemäss durfte auch der SATUS wieder eine Leichtathletikdelegation in Form einer Frauen- und Männermannschaft nach Spanien schicken.

Aber wer kommt in den Genuss an den CSIT Spielen teilzunehmen? Wer wird selektioniert? Nun, die Leichtathletikkommission im SATUS hat vor Jahren die zwei Gefässe CSIT-Kader und Talents-Kader geschaffen, die jährlich aktualisiert werden. Ein weiteres Gefäss ist die Resultat-Bestenliste, die für den SATUS speziell erstellt wird. Aus diesen werden die besten und talentiertesten Athletinnen und Athleten herausgezogen, angeschrieben und dann auch selektioniert. So stand anfangs Mai fest, dass wir mit einer 28-köpfigen Delegation, 11 Athletinnen, 14 Athleten und 3 Coaches die Flugreise nach Spanien antreten würden.

Endlich, am 1. Juli hiess es am Flughafen Kloten Koffer wägen und den Bodycheck über sich ergehen lassen für den Swiss-Flug nach Barcelona. 5 Athletinnen und Athleten aus Genf hofften allerdings mit Easyjet schneller in Barcelona zu sein als wir über Zürich. Aber weit gefehlt, ihre Maschine musste zweimal wegen technischen Problemen vom Rollfeld zum Dock zurückkehren, was mit langen Wartezeiten verbunden war. Kurz vor Mitternacht schafften wir es dann doch noch, die ganze Mannschaft zusammen zu haben.

Einquartiert waren wir in Sant Carlos de la Rapida, einem Küstenort in der Nähe von Tortosa. Unser Hotel del Port lag nur etwa 150 m vom Strand und der Küstenpromenade entfernt. Ausser an den Wettkampftagen genossen wir ausgiebig die Strandspazierwege, den Beach und das Meer. Beklagen konnten wir uns über das 3-Sterne Hotel nicht, obwohl wir die Hauptmahlzeiten in einem nahe gelegenen Restaurant serviert bekamen. Grosse Augen gab es schon mal bei gewissen Mahlzeiten, war doch das Restaurant spezialisiert auf Seafood. Einzelne wagten sich erstmalig, noch etwas zaghaft, an die Verspeisung von Meerestieren. Nicht abgehärteten Seafood-Essern wurde aber auf Anfrage herkömmlicheres Essen serviert.

Am 2. Tag stand, nebst der Besichtigung unserer Wettkampfstätte, die Eröffnungsceremony in Tortosa an. Tausende von Athletinnen und Athleten besammelten sich in ihren Dresses zu einem Umzug von grossen Park in Tortosa zum Stadion Jose Otero. Bis zum Start des Umzuges hatten alle genügend Zeit verschiedene Selfys mit Sportlern anderer Ländern und Kulturen zu schiessen, um so Erinnerungsbilder mit nach Hause zu bringen. Bilder mit verschleierten Athletinnen au Iran und den Sombrero tragenden Mexikanern zeigen die Verbundenheit aller Sportler. Bestückt mit Schweizerfähnchen und Flaggen marschierten wir durch die Strassen und winkten der Bevölkerung freundlich zu, was sie mit Applaus entschädigten. Diverse Ansprachen umrahmt von traditionellen und sportlichen Darbietungen bildeten den Höhepunkt der Eröffnungsfeier im erwähnten Stadion.

Zum Wettkampf

Die Wettkampfstätte für die Leichtathletik lag etwa 11 km von unserem Hotel entfernt in der Stadt Amposta. Mit einem organisierten Bus wurden wir jeweils zur Leichtathletikarena gebracht. Von Anfang war klar, dass wir den Schatten suchen mussten, denn es waren Temperaturen bis 39°C angesagt. Trotzdem gingen wir mit viel Zuversicht ans Werk. Wegen der Hitze wurde das Programm kurzerhand geändert in Morgen- und Abendsessionens. Auch die Anzahl der Wettkampftage wurde kurzerhand um einen Tag auf drei verlängert. Am 2. Juli hatten wir die Gelegenheit unsere Wettkampfstätte in Amposta zu besichtigen, bevor es dann am 3. bis 5. Juli ernst galt. Unser gestecktes Ziel war eine gute Gesamtleistung beider Mannschaften zu erreichen, und wenn möglich auch Medaillen zu gewinnen. Für die Mannschaftsleistung zählten folgende Disziplinen: 100 m, 200m, 400m, 800m, 1500m, 5000m (nur Männer), 400m Hürden, Hoch, Weit, Diskus, Kugel, 4x100m Staffel.

Unsere Gegner waren: ASKÖ Oesterreich, Iran, FSGT93 Frankreich, AAI Irrland, INDET Mexico, UCEC Spanien, Team Brazil Brasilien (nur Männer), AFSTB Belgien (nur Männer).

Jeder Athlet durfte maximal drei Disziplinen bestreiten. Ausser der Mannschaftsdisziplinen waren noch andere Einzeldisziplinen und eine 4x400-m-Staffel möglich. Wir wussten und waren auch überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft beisammen hatten, nur der Teamgeist litt noch ein wenig unter der Schüchternheit und den Sprachbarrieren. Von Stunde zu Stunde merkte man aber, dass der Teamspirit in unserer Mannschaft zunahm und dass die Teilnehmer sich gegenseitig zu grossen Leistungen anstachelten konnten. Jeder Teilnehmer konnte während seinem Einsatz sicher sein, dass er vom Stadionrand aus lautstark unterstützt wurde, sei es durch Fahnenschwingen, lauten Zurufen oder auch ein Schellengeläut. Mit dem Wissen um unsere Stärke, liessen wir uns durch die Gegner nicht entmutigen oder einschüchtern und nahmen die Herausforderungen mit gehobener Brust an. Schon der 1. Tag, brachte uns eine überraschende erste silberne Medaille über 800m bei den Männern und hervorragende Ausgangssituationen in den Sprintdisziplinen bei den Männern und Frauen. Der 2. Tag war die Krönung der SATUS-Delegation. Eine Medaille um die andere, die mit ausserordentlichen Leistungen verbunden waren, durften wir in Empfang nehmen. Jede einzelne Medaille wäre eine erwähnenswerte Geschichte für sich, doch ich muss mich leider auf ein paar spezielle Höhepunkte beschränken. Im angefügten Medaillenspiegel sind jedoch alle Medaillengewinner aufgeführt. Erwähnenswert sind in den Einzelwertungen der Sprintdisziplinen. Selina Furler, 2 x Gold und Joel Schüpbach 2 x Silber über 100 m und 200 m, sowie die Silbermedaille von Leila Grobet über 400 m mit hervorragenden 48.54s. Aber auch im Mittelstreckenbereich wussten wir zu brillieren. Gab es doch über 800 m Männer durch Andri Müller und über 1500 m durch Simei Wipf weitere silberne Auszeichnungen. Ein weiterer Höhepunkt war die Goldmedaille der 4x100-m-Staffel der Frauen mit neuem SATUS-Rekord. – In der Mannschaftswertung war zu erahnen, dass wir insbesondere bei den Frauen, gut abschneiden würden. Dass aber gleich der 1. Platz herausschauen würde, glaubte wohl niemand. Soweit ich mich zurückerinnern kann, gelang uns an den World Sports Games noch nie ein Sieg. Nebst den Frauen waren aber auch die Männer erfolgreich und holten die Bronzemedaille. 11 Einzelmedaillen, 4 Staffelmedaillen und 2 Mannschaftsmedaillen ist die bis anhin grösste Ausbeute des SATUS an allen World Sports Games.

Zum Schluss möchte ich allen Athletinnen und Athleten zu ihren Leistungen gratulieren und für die tolle Kameradschaft danken. Ebenso möchte ich den Coaches für ihre unermüdlichen Einsätze vor und während des Anlasses danken. Nicht zuletzt geht aber auch der Dank an Satus Schweiz, besonders an Silvia, Susanne und René.

Die Delegationsleitung: Wälti Urs

Einzelmedaillen

Staffelmedaillen

Mannschaftsrangliste

Frauen 1.Rang SATUS Schweiz
Herren 3. Rang SATUS Schweiz
MIX 2. Rang SATUS Schweiz