LA : Saisonrückblick 2017

Bericht LA Gross z.Hd. TK-Sitzung vom 21.09.2017

Täglich wird im Fernsehen kurz vor 20.00 Uhr von Hoch’s und Tief’s vom Meteo-Dach berichtet. Im diesjährigen Rückblick der LA Gross finden diese Phänomene ebenfalls Unterschlupf.

Vom SATUS-CH-Rekord zum 21. Rang an der SM im Diskus, vom Staffel-Juniorennationalteam mit EM-Träumen zur Pause gezwungen, zu weiten Flügen entweder durch Verletzungen oder zuviel Windunterstützung gestoppt. Etwa so kann die Saison kurz zusammengefasst werden.

Bereits anfangs Saison zeigte sich Naina Kreyss in blendender Verfassung. Gleich in ihrem ersten Saisonwettkampf konnte sie ihr (letztes) grosses Ziel mit einem Wurf über die 40m-Marke erreichen. Mit 41.80m stellte sie eine Weite auf, welche noch nie von einer SATUS-Athletin geworfen wurde. Ab sofort durfte sie sich SATUS-CH-Rekordhalterin nennen. Das garstige Frühlingswetter behagte den schnellkräftigen AthletInnen nicht besonders. Die Sprintzeiten sowie die Weiten/Höhen der Springer liessen doch zu wünschen übrig.

Der erste Saisonhöhepunkt stellte die kantonale Staffelmeisterschaft dar. Erstmals in der jüngeren Geschichte des Herren 4x100m-Quartetts fand der Staffelstab nicht ins Ziel und die Staffel wurde disqualifiziert. Besser machte es das Frauen-Team. Mit 50.58 sec. über die 4x100m verbesserte die Besetzung Deborah Jucker/Nina Grassl/Leslie Meyer/Deborah Senn den alten Vereinsrekord um fast eine ganze Sekunde.

Es folgten diverse Meetings zur Vorbereitung bis zum nächsten Saisonhöhepunkt, den Aargauischen Kantonalmeisterschaften. So langsam kamen auch die Sprinter und Springer mit besser werdendem Wetter auf ihre Resultate. Aber immer wieder wurden die AthletInnen mit kleineren Blessuren konfrontiert und konnten sich somit nie voll und ganz beweisen. Trotzdem durften wir 5 Aargauermeister, 2 Vizemeister und einen Bronzemedaillengewinner feiern.

Bereits eine Woche später folgte das grosse Saison-Highlight mit den CSIT-World-Sport-Games in Riga (Lettland). Nicht weniger als 8 AthletInnen aus unseren Reihen durften die Schweiz vertreten. Für die besten Resultate sorgten Nina Grassl und Maruan Giumma. Nina wurde im 100m-Lauf in 12.58 sec. gestoppt und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf. In der Weitsprungkonkurrenz herrschte hervorragendes Flugwetter, welches Maruan auf fantastische 7.03m segeln liess. Die Freude wurde allerdings arg getrübt, weil die Windmessung zu viel Windunterstützung anzeigte. Nichtsdestotrotz weiss Maruan jetzt wie es sich anfühlt so weit zu springen und es ist eine Frage der Zeit, bis er die 7m-Marke auch regulär knackt.

Einen völlig überraschenden Sieg errangen wir am Kantonalturnfest in Muri in der 4. Stärkeklasse. Verstärkt mit TrainingskollegInnen aus dem Freiamt gelang uns eine sensationelle Endnote von 29.08 Punkten. Dieser Erfolg wurde natürlich bis lange in die Nacht hinein gefeiert. Einziger Wehrmutstropfen welcher bleibt: die schlimme Verletzung von Stefan. An dieser Stelle weiterhin gute Besserung!

Während dieser Zeit sollte unser schnellster Sprinter eigentlich die Schweiz in der 4x100m-Staffel an der U20-EM in Grossetto/ITA vertreten. Kleinere Blessuren sowie die Umgewöhnung mit dem Lehrbeginn im letzten Herbst verhinderten jedoch, dass Joel Schüpbach seine persönliche Bestzeit aus dem letzten Jahr verbessern konnte. Trotz diversen Kaderzusammenzügen mit der Staffel reichte es ihm leider nicht für die Qualifikation. Daraufhin unterbrach er seine Wettkampfsaison um sich körperlich und mental wieder zu erholen.

Trotzdem profitierte er viel durch die Zusammenarbeit mit den besten Nachwuchssprintern des Landes und ist um eine wertvolle Erfahrung mit wunderbaren Erlebnissen reicher.

Mitten in den Sommerferien fand die Aktiv-Schweizermeisterschaft im Stadion Letzigrund statt. Die einmalige Atmosphäre im Letzi lässt jedes Leichtathletikherz höher schlagen. Aus diesem Grund wollte sich auch Maruan Giumma diese Gelegenheit nicht nehmen lassen. Weil er in seiner Paradedisziplin dem Weitsprung die erforderliche Limite um lächerliche 2cm verpasst hatte, musste er im Dreisprung antreten. Über ein Jahr lag sein letzter Wettkampf im Dreisprung zurück und trainiert hat er ihn nur während zwei Trainings unmittelbar vor der SM. Gleich im ersten Sprung erreichte er seine Tagesbestweite von 14.06m, welche ihm den 5. Schlussrang einbrachte. Der letzte Wettkampf auf der grossen Bühne sollte es für Naina Kreyss werden. Als Top10-Athletin zum Wettkampf angetreten, war die Enttäuschung danach riesengross. Kurz vor Wettkampfbeginn fegte ein Sommergewitter über den Letzigrund. Erst nach dem Vorkampf beruhigte sich das Wetter allmählich, aber bis dahin war Naina mit einer Weite von knapp über 33m schon sang und klanglos ausgeschieden. Ein Abschied welcher in dieser Form und mit einem 21. Schlussrang sicher nicht verdient war.

Nach den Sommerferien standen wiederum diverse Meetings zur Vorbereitung auf die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften auf dem Programm. Unsere Vereinsfarben wurden von 5 AthletInnen vertreten an der SM. Die besten Leistungen zeigten Rebecca Erny und Joel Schüpbach. Rebecca wuchs im Diskuswettkampf über sich hinaus und qualifizierte sich mit ihren neuem Bestwurf auf 33.25m für den Finaldurchgang. Joel Schüpbach meldete sich nach seiner Trainings- und Wettkampfpause auf eindrückliche Art und Weise zurück. Mit dem 6. Rang im 100m und dem 4. Rang über 200m gelangen ihm zwei hervorragende Resultate und tankte so wieder viel Selbstvertrauen für die nächste Saison.

Als Saisonschluss findet jeweils Mitte September die Verbandsmeisterschaft SATUS im Mehrkampf statt. Trotz einer langen Saison und damit verbundener schwindenden Motivation zeigten die AthletInnen nochmals einen guten Wettkampf. Es resultierten diverse Meistertitel und Medaillenränge. Die Vereinsstaffel nach dem Einzelwettkampf ist dann vor allem für die jüngsten AthletInnen ein Highlight. Zusammen mit Joel oder Nina die Staffel laufen zu dürfen lässt die Nervosität unserer Jüngsten jeweils beachtlich steigen. Einem souveränen Doppelsieg in der Staffel folgte als Tüpfelchem auf dem i der Sieg in der Vereinsrangliste, der mit einem stattlichen Preisgeld von CHF 300.00 honoriert wurde.

Alles in Allem ist eine lange und kräftezehrende Saison zu Ende gegangen, mit diversen Rekorden, persönlichen Bestleistungen und mit vielen schönen Erinnerungen. Ich danke allen Beteiligten für die wunderbare Saison und Gratulation an alle AthletInnen für die erbrachten Leistungen. Nehmt es mir nicht übel, dass gegen Ende der Saison meine Geduld langsam aber sicher am Ende war, geniesst die freie Zeit, erholt euch gut und bis bald zum Start des Wintertrainings!

Dominic Blattner