Turnen für jedermann: Turnfahrt 31.08.2013

Turnfahrt 2013 vom Turnen für jedermann

Schon wieder war es so weit. Die Turnfahrt führte uns dieses Jahr nach Disentis im Kanton Graubünden. Am frühen Samstagmorgen besammelte sich die kleine Schar, um gemeinsam mit dem Kleinbus die lange Fahrt anzutreten. Nach einer kurvenreichen Fahrt über Göschenen, Andermatt und einem Kaffeehalt auf dem Oberalppass erreichten wir Disentis bei sonnigem Wetter.

Auf dem Parkplatz der Luftseilbahn bestimmten wir, welche Wanderung wir machen wollten, um rechtzeitig zur Klosterbesichtigung um 16.00 Uhr wieder zurück zu sein. Die Luftseilbahn führte uns auf Caischavedra (1865 m ü. M.), von wo wir auf den Bostg wanderten, welcher eine herrliche Rundsicht auf die Bündner Berge bietet. Während des steilen Abstiegs Richtung Segnas suchten wir einen windgeschützten Ort für das Mittagessen. Mitten in den Heidelbeerstauden fanden wir ein geeignetes Plätzchen und liessen uns das Essen aus dem Rucksack schmecken.

Wir genossen die wärmende Sonne und mussten aber bald wieder losmarschieren, damit wir Disentis rechtzeitig erreichten.

Um 16.00 Uhr trafen wir beim Kloster Disentis auf den Mönch, welcher uns durch die reich verzierte, etwas kitschig anmutende Klosterkirche und das Klostermuseum führte und uns Hintergrundinformationen über das Leben im Kloster gab.

Die Skepsis über den Besuch im Benediktinerkloster verflog rasch, waren doch die Ausführungen des Mönchs alles andere als langweilig.

Nach der Besichtigung begaben wir uns ins Hotel, wo wir nach einer Dusche zum wohlverdienten Apéro über gingen. Nach dem Nachtessen vertrieben wir uns die Zeit beim Billardspiel und am Töggelikasten bis wir dann müde ins Bett sanken.

Schon um halb acht am Sonntagmorgen trafen wir uns zum Frühstück, bei welchem falsch abgefüllte Konfitürenspender für einige Verwirrung sorgten.

Um 9 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Luftseilbahn, welche uns wiederum auf Caischavedra brachte. Von dort wollten wir via Lag Serein und Plaun Tir zum Lag Crest Ault wandern. Leider war die Sicht teilweise durch Nebel eingeschränkt, der Wanderweg jedoch war wunderschön angelegt. Leider hatten einige mit Schmerzen in Knien, Füssen und Hüften zu kämpfen und kehrten nach einer Stunde wieder um. Nachdem wir etwas mit den Zeitangaben haderten, erreichten wir den Lag Serein doch noch und erfreuten uns an der zeitweise strahlenden Sonne. Von dort war der Weg teilweise so ausgesetzt, dass man sich konzentrieren musste, keinen Fehltritt zu machen. Die Landschaft wurde immer karger und als wir unser Ziel, den Lag Crest Ault erreichten, staunten wir nicht schlecht. Der See war ausgetrocknet und man konnte nur erahnen, welches das Seebecken war. Nichtsdestotrotz assen wir am Rande des „Sees“ zu Mittag. Die Verpflegung fiel nicht sehr ausgeprägt aus, da uns aufkommende Wolken zum Abstieg drängten. So machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Caischavedra und waren froh, die heiklen Stellen schadlos hinter uns gebracht zu haben.

An der Bergstation trafen wir wieder auf den Rest unserer Truppe und machten uns, nach einer Kaffeepause, zusammen auf die Talfahrt, um die Heimreise anzutreten. Da wir wieder einiges erlebt und Neues kennengelernt haben, können wir auf eine gelungene Turnfahrt zurückblicken.

Erika Boiteux