Polysport-Reise vom 18.09.2011

Fast der komplette Polysport traf sich in aller Herrgottsfrühe bei garstigem Herbstwetter am Bahnhof Aarau. Einige wären wohl noch lieber im warmen Bett geblieben, trotzdem freuten sich alle auf einen tollen Ausflug. Reto Henny, unser Reiseleiter und Organisator, hatte die Aufgabe, uns die Ostschweiz näher zu bringen. Also stiegen wir in den warmen Zug und fuhren in Richtung Luzern ab. Es wurde gemunkelt, dass wir viel zu früh unterwegs gewesen sind, hätte es doch einen direkteren und schnelleren Weg gegeben. Dieses Gerücht kann jedoch bis heute nicht bestätigt werden.

Als wir in den Bahnhof Sursee einrollten, hielten wir nach dem letzten Polysportler Ausschau. Dieser war jedoch nirgends nicht zu sehen. Wie sich später herausstellte, war er zu diesem Zeitpunkt noch im Tiefschlaf und träumte von seinen erst kurz zu Ende gegangenen Ferien. In Luzern angekommen mussten wir das Gleis wechseln. Auf uns wartete bereits der Voralpen-Express in Richtung Appenzellerland. Da man nie mit leerem Magen reisen sollte, bereiteten wir umgehend ein herrliches Buffet vor. Gegen den Hunger gab es Fleischplatten und selbstgebackener Zopf. Unser ehemaliger Leiter entpuppte sich als hervorragender Bäcker. Der Durst wurde mit Kafischnapps, Bier und Holdrio bekämpft.

In Herisau angekommen wollten wir den nächsten Zug nehmen. Aufgrund des schlechten Wetters, war die Bahnlinie an mehreren Stellen unterbrochen und wir mussten immer wieder in Ersatzbusse umsteigen. Trotz allem, kamen wir in Wasserauen an und fuhren mit der Gondel auf die Ebenalp.

Als wir die Bergstation erreicht haben, wurden fleissig Regenjacken montiert. Mussten wir doch bei Wind und Schneeregen einen zwanzigminütigen Marsch bewältigen. Dies war kein Problem, freuten sich doch alle auf ein feines Mittagessen im Berggasthaus Aescher-Wildkirchli. Wir konnten nur erahnen, wie viel schöner es hier oben wohl wäre bei strahlendem Sonnenschein.

Normalerweise nimmt das Restaurant am Wochenende keine Gruppenreservierungen entgegen. Für uns machten sie jedoch dank viel Vitamin B eine Ausnahme und so wurden wir bereits erwartet. Es gab eine feine Rösti mit panierten Schnitzeln. Eine lustige Gesellschaft am Nachbarstisch unterhielt uns mit Handorgel und Gesang. Nach einem riesen Meringue und einigen Jasspartien machten wir uns wieder auf den Heimweg. Die Mehrheit mit der Gondel, die Unerschrockenen nahmen den Weg talwärts unter die Füsse.

Im Namen des gesamten Polysports möchte ich mich bei Reto Henny recht herzlich für die Organisation bedanken.

Yves Wiederkehr