Frauenriege: Turnfahrt Juni 2011

Wienerschnitzel und Hundertwasser - ein kurzer Reisebericht über eine interessante Stadt.

Schon lange war der Besuch der Stadt WIEN ein festes Thema in unserer Runde. Die Stadt reizte uns, weil wir einmal auf den Spuren der Kaiserin Elisabeth (Sissi) wandeln, mit dem Fiaker fahren und ein echtes Wienerschnitzel essen wollten. Dass Wien noch viel mehr zu bieten hat, erlebten wir im Juni beim Besuch dieser interessanten Stadt.

Schon am ersten Tag drängte es uns, Schloss Schönbrunn zu besuchen. Das Schloss, in dem einst Kaiser Franz Joseph I. mit seiner „Sissi“ lebte. Die wunderbare Schlossanlage Schönbrunn mit ihren Nebengebäuden und dem weitläufigen Park zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Österreichs.

Wien lässt sich auf die unterschiedlichsten Arten erleben, aber den intensivsten Einblick in die zahlreichen Gässchen der Stadt, bietet wohl ein altmodischer Stadtspaziergang. So gelangten wir gegen Abend zum Stephansdom, kurz Steffl genannt. Er ist vermutlich das bekannteste Wahrzeichen Wiens und beeindruckt mit seinen vier Türmen und den aufwendigen Verzierungen. Ein Nachtessen vor dieser herrlichen Kulisse stand für die einen auf dem Programm, die anderen machten sich auf, um das Musical „Ich war noch niemals in New York“ zu besuchen.

Am nächsten Tag fuhren wir via öffentliche Verkehrsmittel in den Prater. Rummelplatz für viele, Ort nostalgischer Träume für manche, grüne Oase für fast alle – und Standort des Riesenrads, ebenfalls ein berühmtes Wiener Wahrzeichen. Während der „Riesenradrunde“ genossen wir einen atemberaubenden Blick über Wien. Ein Turm mit spezieller Kuppel fiel uns dabei ins Auge. Es handelte sich um eine Müllverbrennungsanlage, die von Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde.

Ganz in der Nähe des belieben Praters, in der Kegelgasse, befindet sich das Hundertwasserhaus. Diese Wohnanlage ist mittlerweile eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Wien und wirklich äusserst lohnenswert.

Sie gehören zu Wien wie der Stephansdom und das Riesendrad: die Fiaker. Wunderbare Kutschen, die von ebenso wunderbaren Pferden gezogen werden. Mit 2 PS fuhren wir zur Wiener Hofburg, die über 600 Jahre nicht nur Zentrum des Habsburgerreiches, sondern vor allem Hauptresidenz der kaiserlichen Familie war.

Auf dem Fussmarsch zurück Richtung Hotel verirrten wir uns und wurden zudem noch von einem heftigen Gewitter überrascht. Getrieben von dem Wunsch, endlich ein echtes Wienerschnitzel zu essen, fanden wir ein kleines Restaurant just in der Strasse, wo sich auch unser Hotel befand. Der Zufall hatte uns hergeführt. Es war ein lustiger Abend, der in der Hotelbar mit einem letzten Absacker und vielen Witzen ausklang.

Sonntag, unser letzte Tag in Wien. Wir nutzten die Gelegenheit und besuchten noch „schnell“ Schloss Belvedere, das praktisch um die Ecke zu erreichen war. Irgendwie wollten wir uns einfach noch reinziehen was möglich war.

Beim letzten Blick aus dem Flugzeugfenster verabschiedeten wir uns mit einem leisen SERVUS von Wien.

Jeannette Bodmer