Turnen für jedermann: Turnfahrt September 2006

Turnfahrt in die Region Grimsel

Voller Erwartung haben wir am Samstagmorgen den Kleinbus bestiegen, hatte doch das Programm einiges versprochen und die Wetterprognosen waren fürs Wochenende ausgezeichnet.

Die Fahrt führte uns auf den Brünig, dann mit dem Postauto nach Reuti. Zu Fuss ging es weiter nach Meiringen, wo wir unser Mittagessen aus dem Rucksack einnahmen.

Nach einer kurzen Siesta führen wir weiter nach Innertkirchen, um schon mal unsere Zimmer zu bezieen. Nach einem stärkenden Kaffee besichtigten wir die Kraftwerksanlagen der Grimselwerke. Dazu fuhren wir mit dem Bus in einen 3km langen Stollen, der in den Berg hinein bis direkt unter den Grimsel-Stausee führte. Die Ausführungen der Führungsperson waren sehr interessant und für jedermann verständlich.

Am eindrücklichsten war allerdings für die meisten die Kristallkluft, die bei den Sprengungen für den Stollen zufälligerweise entdeckt wurde. Diese Kluft war (und ist) so imposant und einmalig, dass sie nicht geplündert, sondern der Nachwelt erhalten wurde. Eine bleibende Erinnerung für jeden, der sie einmal gesehen hat!

Die anschliessende Besichtigung in der Staumauer Räterichsboden bescherte, aufgrund der eindrücklichen Grössenverhältnisse, einigen ein mulmiges Gefühl.

Am Abend freuten wir uns auf ein feines Nachtessen, welches leider etwas lange auf sich warten liess. Die Müdigkeit machte sich schon bald breit, so dass wir relativ früh zu Bett gingen.

Am Sonntagmorgen machten wir uns auf zur Triftseilbahn, welche uns (immer nur 8 Personen) durch die Triftschlucht ins Triftgletschertal führte. Von der Bergstation weg führte ein Bergwanderweg in wunderschöner Umgebung zur Triftbrücke. Die Triftbrücke ist die höchstgelegene und mit 102m Spannweite die längste Hängeseilbrücke Europas. In einer Höhe von über 70m überquert sie den tosenden Gletscherbach. Ein spektakuläres Erlebnis für alle schwindelfreien Wanderer.

Nach dem Mittagessen aus dem Rucksack teilten wir uns in zwei Gruppen, wobei die eine wieder den Weg zurück zur Seilbahnstation nahm. Die andere machte einen Umweg über die Windegghütte. Der Weg dorthin ist auch nicht ohne, führt er doch über steile Felswände, wo man sich an Seilen festhalten und teilweise auf allen Vieren hinaufklettern musste. Wir genossen es aber, einmal einen so abenteuerlichen Weg zu gehen.

Wenig später trafen sich wieder alle bei der Bergstation der Triftseilbahn, wo wir geduldig auf die Talfahrt warteten.

Auf der Heimfahrt erfreuten sich alle an der gelungenen, von Martin organisierten, Turnfahrt und man liess die zwei Tage noch einmal Revue passieren.

Erika Boiteux

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