Zürcher Sechseläuten-Umzug 24.04.2006

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Als der Sportverein SATUS Oberentfelden die Anfrage durch die Staatskanzlei Aarau erhielt, am traditionellen Zürcher Sechseläuten-Umzug 2006 mitzuwirken, waren alle gleichermassen erstaunt und erfreut. Ausser Frage, dass wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen liessen. Im Nu waren gegen 50 Sportlerinnen aller Altersklassen aus verschiedenen Sparten zusammengetrommelt.

In der Person von Tom Ryser wurde uns ein erfahrener und erfolgreicher Regisseur zur Seite gestellt, der bereits mit vielen erfolgreichen Projekten auf sich aufmerksam gemacht hat. Sicher ist das Bagger-Ballett anlässlich der EXPO auf der Artplage in Neuenburg noch in guter Erinnerung. Andreas Muntwyler und Ulla Tikka, zwei wunderbare Artisten, zeichneten für die Choreographie des Auftrittes unseres Sportvereins und der Majoretten von Möriken-Wildegg verantwortlich.

"Ladys" und " I gib zrugg ins Studio ains", so klang es, wenn Tom Ryser um Gehör bat oder das Wort an Andreas und Ulla abgeben wollte. Mit viel Witz, Charme, aber auch einer Portion Ehrgeiz brachte uns das "Trainer-Trio" auf Trab und nach etlichen Proben konnte jede von uns rechts von links unterscheiden (!).

Wer an einem so traditionellen Umzug fast an der Spitze mitläuft, was der Gastkanton als Privileg für sich in Anspruch nehmen darf, der kann natürlich nicht einfach nur so mitmarschieren, sondern muss sich schon von seiner besten Seite zeigen.

Ein Königreich für einen Stuhl

Die Stuhlaktion vom Samstagnachmittag unter dem Motto "Nehmen Sie Platz", erzeugte grosses Staunen bei den Passanten auf der belebten Bahnhofstrasse. Die Stühle waren heiss begehrt und die Zürcher rissen sie sich fast aus den Händen. Über 3000 Stühle fanden so neue "Be-sitzer".

Selbstredend, dass dieses Thema auch in die "Aargauer-Umzugsform" integriert wurde. Dass Stühle nicht nur zum Sitzen zu gebrauchen sind, das haben wir den zahlreich erschienen Zuschauer mit kreativen Übungen, lebenden Bildern und Marschvariationen bewiesen. Unsere Aktion wurde mit kräftigem Applaus und "Bravo"-Rufen bedacht.

Nach etwas mehr als einer Stunde gelangten wir zur "Sechseläuten-Wiese". Dort ergab sich pünktlich um 18 Uhr 10 Minuten und 28 Sekunden der Stellvertreter des ein paar Tage zuvor gefangen genommenen "Bööggs" seinem Schicksal.

Mit speziellen Eindrücken vom Erlebnis "Mittendrin" zu sein, kehrten wir in den Aargau zurück. Unser Dank gilt allen Verantwortlichen, die uns diesen Auftritt ermöglicht haben und natürlich allen Akteuren die begeistert mitgemacht haben.

Jeannette Bodmer