Vorstandsreise vom 22./23.10.2005

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Schon die Organisation der Reise gestaltete sich als spannendes Quiz. Der Organisator Pädi Kaufmann hat bis zur letzten Sekunde dicht gehalten, was das Reiseziel anging.

Aber von Anfang an! Wir hatten nur die spärlichen Angaben (was uns Frauen naturgemäss etwas Mühe bereit, da man ja für alle Eventualitäten gewappnet sein möchte...), dass wir am Samstagmorgen punkt 7.00 Uhr bei der Dreifachturnhalle in Oberentfelden abgeholt werden. Dank Doris Furrer's Nachforschungen wurde unser Wissensstand dann doch auf folgende Angaben ausgeweitet: Mitgenommen werden müssen ID oder Pass, Halbtax, GA und Migroscumulskarte, gutes Schuhwerk, Regenschutz und Badeanzug. Was das wohl zu bedeuten hat? Vorallem die Cumuluskarte gab uns viele Rätsel auf!

Also fanden sich alle pünktlich um 7.00 Uhr ein um die Reise ins Blaue starten zu können. Nur schon der Einstieg ins Fahrzeug und das Bepacken desselben gestaltete sich als schwierige Aufgabe. Wie bringt man 7 Personen und Gepäck in einen Zafira? Dank geübter Bobfahrer- und Schuhlöffeltechnik, mit schieben, würgen und stossen fanden schlussendlich alle ein Plätzchen. Leider hatte Conny sich die Pole-Position ausgesucht und konnte uns jeweils die sich bietende "Gefahrensituation" auf der Strasse dementsprechend dokumentieren. Bald wurde uns klar, dass es Richtung Luzern – Interlaken ging. Aber so einfach gab Pädi das erste Etappenziel nicht bekannt. Er begrüsste uns im Namen des Vorstandes immer wieder aufs herzlichste, was viel Gelächter auslöste. Dann Kaffeehalt auf dem Brünig und Weiterfahrt nach Innertkirchen. Dort wurde bei der KWO-Grimselstrom angehalten. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Wasserkraftwerke fuhren wir nach Guttannen unterhalb des Grimselstausees. Hier bezog jeder ein Bike und ab ging es in den unterirdischen Stollen. 3 Km mit dem Rad quer durch den Berg, unter dem Stausee hindurch und zur Grimsel II (Kraftwerk). Rückfahrt und kurzen Einblick in die faszinierende Welt der Bergkristalle. Dann mussten wir einen Helm fassen und es ging zu Fuss weiter, in einen Hohlraum der Staumauer. Herr Ott der KWO-Grimselstrom konnte uns sehr eindrücklich alles erklären. Es war wirklich eine interessante Vorführung, die aber auch unseren Zuckerspiegel massiv nach unten drückte und dank Rosis Farmerriegel knapp gehalten werden konnte. Wieder am Tageslicht wurde schleunigst ein angeschriebenes Haus angesteuert. Dank Käseschnitten und Pommes frites waren unsere Speicher wieder schnell gefüllt. Das Dessert nahmen wir dann in Meiringen ein – Meringues mit und ohne Glace! Hier hatte Margrit eindeutig ihren Appetit überschätzt...

Nach dieser Schlemmerei steuerten wir unsere letzte Etappe von diesem Tage an – Mürren. Mit dem Auto bis Stechelberg und mehrmaligem Umsteigen mit der Gondel erreichten wir unser kleines gemütliches Hotel Alpenruh im Mürren. Hier war erst einmal Beine vertreten angesagt, schliesslich musste das Nachtessen ja auch wieder Platz finden. Nach dem üppigen Mal war natürlich wieder ein Verdauungsspaziergang angesagt mit Schlummerbecher in einer Bar. Bei unserer Heimkehr ins Hotel haben wir zwei unserer Vorstandsmitglieder "verloren". Diese mussten zu später Stunde den armen Stefan wecken, da der Schlüssel leider nicht ins Türschloss passte.

Der zweite Tag versprach ebenfalls interessant zu werden. Stand doch Frühstück auf dem Schilthorn auf dem Plan. Dank unserem nicht allzu späten Eintreffen auf dem Gipfel konnten wir noch einen Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau erhaschen, ehe diese im Nebel und Schneetreiben versanken. Leider war der Gipfelabstieg zu Fuss nicht möglich. Nach obligatem Gruppenfoto auf Gipfel und kurzer Schneeballschlacht verliessen wir das Berneroberland wieder. Jetzt wollten wir aber unsere mitgeführten Badehosen noch einweihen. Leider scheiterte dies an der Tatsache, dass es in dieser Region kein Thermalbad gab, da eindeutig der Wunsch vorherrschte in warmem Gefilde zu wellnessen. So wurde Plan B durchgeführt. Filmvorführung im IMax, Luzern. Der gezeigte Film war der krönende Abschluss dieser unterhaltsamen, abwechslungsreichen Vorstandsreise. Hier möchte ich es nicht unterlassen, Pädi für die vorzügliche Organisation zu danken! Wir freuen uns alle wieder darauf wenn es heisst: "Reisli mit em Vorstand".

Rosi Schurter