Veteranenreise vom 10.09.2005

Wer den SATUS-Mix regelmässig liest, wird feststellen, dass in der Vergangenheit die Veteranen des Sportverein SATUS Oberentfelden hier nicht gross in Erscheinung getreten sind. Aus gegebenem Anlass möchte ich dies, als eine der "jüngsten" Veteraninnen ändern und ein bisschen berichten.

Wie Sie in dieser Ausgabe nachlesen können, haben die Veteranen im April dieses Jahres, die Veteranentagung des Kreis II durchgeführt. Dies hat zu einem ansprechenden Zustupf in die Kasse geführt. In Form einer gemeinsamen Reise wurde nun ein grosser Teil des erwirtschafteten Kapitals an die Mitglieder zurückgegeben.

Um 07.30 h sollte uns der Bus in Oberentfelden abholen. Wir waren pünktlich da, nur eben der Bus nicht. Dass eine halbstündige Verspätung richtig Geld kosten kann, das hat unser Chauffeur Urs spätestens beim ersten Kaffeehalt in Grauholz erfahren, als er unsere Zeche berappte.

Während der nun rund zweistündigen Reise in Richtung unserem Ziel Vallorbe, wurden wir vom inzwischen sehr aufgeweckten Buschauffeur mit vielen geschichtlichen Informationen je nach Gegend versorgt. So wusste er u.a. zu berichten, dass das "Grosse Moos" - früher ein Sumpfgebiet -, heute als die Gemüsekammer der Schweiz gilt. Eine bezaubernde Landschaft entlang dem Murtensee empfing uns. Gegenüber von Murten war der langgezogene Mont-Vully zu sehen, an dessen Fuss spritziger Weisswein gekeltert wird. Natürlich erwähnte er auch die Schlacht zu Murten anno 1476, als die Eidgenossen und ihre Bündnispartner Karl den Kühnen, den Herzog von Burgund besiegten.

Der Zauber einer Grotte

Die Grotte in Vallorbe war erreicht und die geführte Besichtigung der Tropfsteinhöhlen konnte beginnen. Staunend liefen wir durch eine bizarre Höhlen-Landschaft, deren Schönheit einen ganz speziellen Zauber auf den Betrachter ausübt. Der kundige Führer erklärte uns Begriffe wie "Stalagmit" und "Stalaktit" und wie diese gebildet werden. Eine rätselhafte, vom unterirdischen Fluss geschaffene Welt, wo das Wasser einer Fee gleich aussergewöhnliche Grotten schuf. Zum Schluss der Höhlenbesichtigung liessen wir es uns nicht nehmen, dem "Feenschatz" einen Besuch abstatten, d.h., einer Ausstellung von über 250 Mineralien aus aller Welt.

 

Nun machte sich der Hunger langsam bemerkbar. Im Restaurant "Des Jurats" genossen wir ein richtig gutes Mittagessen und natürlich durfte auch der Absinth nicht fehlen. Dieses Getränk, dessen Wiege sich im Val de Travers befindet, hat es in sich. Oscar Wilde umschrieb die Wirkung einmal so:

"Nach dem ersten Glas siehst du die Dinge so, wie du sie gern hättest. Nach dem zweiten Glas siehst du die Dinge so, wie sie nicht sind. Und ganz zum Schluss siehst du die Dinge so, wie sie wirklich sind."

Wir hatten noch einiges vor und so blieb es bei dem ersten Glas!

Juraparc-Mont d'Orzeires

Bären, Wölfe und Bisons leben hier fast wie in Freiheit im Herzen des Juras. Wir hatten Glück. Alle Tiere waren sehr aktiv und gingen fast in greifbarer Nähe ihrem Fress- und Spieltrieb nach. Ein tolles Erlebnis.

Dann wurde es Zeit, den Heimweg anzutreten. Das heisst, wir wurden ja gefahren. Urs, unser Buschauffeur, stand diesmal pünktlich mit seinem Bus bereit.

Nach einem letzten Bier in Oberentfelden verabschiedeten wir uns voneinander und ich bin sicher, dass dieser Ausflug noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Präsidenten der Veteranen, Otto Schmid, der diese Reise organsierte.

Jeannette Bodmer