Turnen für jedermann: Turnfahrt 10./11.09.2005

Am Samstagmorgen kurz vor 7 Uhr erreichten auch noch die letzten zwei Teilnehmerinnen den Besammlungsort vor der Sporthalle in Oberentfelden, wenn auch mit verschlafenem Blick und noch nicht vollständig angezogen. So starteten wir unsere Fahrt mit dem Kleinbus Richtung Berner Oberland. Im Landgasthof Sternen machten wir einen Kaffee- und Gipfelihalt, bevor es dann Richtung Thun weiterging.

Bei der Kristallglashütte in Uetendorf war unser nächster Halt. Die Führung durch die Firma von Sarner Cristal, der einzigen Kristallglasherstellerin in der Schweiz, war interessant und aufschlussreich. So konnten wir zwei Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen. Nachdem wir gesehen hatten, wie es geht, machten wir uns selber ans Werk und bliesen "eigenmundig" eine Kristallglaskugel. Mit der Besichtigung des Verkaufsladens und einem abschliessendem Apéro wurde dieser Besuch abgeschlossen.

Anschliessend fuhren wir weiter nach Iseltwald am Brienzersee, wo wir uns aus dem Rucksack verpflegten. Dann ging es zu Fuss weiter, dem Seeufer entlang nach Giessbach. Leider begann es während diesem Marsch zu regnen, weshalb wir die Giessbachfälle nicht sonderlich geniessen konnten. Trotzdem nahmen einige den teilweise steilen Aufstieg zu Axalp unter die Füsse, während die anderen mit dem Bus hinauffuhren.

Im Hotel Chemihüttli auf der Axalp bezogen wir die grosszügigen, schönen Zimmer, um uns alsdann einem kaum zu überbietenden 5-Gang-Menü hinzugeben. Gesättigt von all den Köstlichkeiten stimmten wir in den Gesang eines Thurgauer Männerchors mit ein. Bis weit nach Mitternacht verbrachten wir den Rest des Abends singend, wobei man dem Austrocknen der Kehle immer wieder entgegenwirken musste.

Am nächsten Morgen regnete es leider ziemlich stark, sodass wir unser Programm kurzfristig ändern mussten. Die geplante Wanderung auf dem Holzbildhauerweg fiel ins Wasser, statt dessen fuhren wir mit dem Bus nach Meiringen. Der Reichenbachfall war unser neues Ziel, welches wir mit einer Standseilbahn erreichten. Ein eindrückliches Naturschauspiel begleitete uns beim Aufstieg entlang des Wasserfalls. Glücklicherweise hat der Regen dann aufgehört, und wir konnten den Fussmarsch hinunter nach Meiringen gut gelaunt antreten. Der glitschige Untergrund zog bei einer Turnerin die Aufmerksamkeit so sehr auf sich, dass die Hindernisse auf Kopfhöhe prompt übersehen wurden! Aua!

Nach der Mittagsrast in Schwendi, bei welcher auch die Schärfe eines neuen Sackmessers kontrolliert wurde (es war scharf!), erreichten wir Meiringen bei Sonnenschein. Die Heimfahrt, mit einem Zwischenhalt am Lungernsee, verlief ohne Probleme.

Es war trotz misslicher Wetterverhältnisse eine gelungen Turnfahrt und wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste.

Erika Boiteux