6. Entfelder Volleynight vom 18./19.03.2005

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Auch in diesem Jahr wieder ein grosser Erfolg!

Kaum wurde die Turnhalle von den Schulen nicht mehr gebraucht, gingen die Vorbereitungen los: Festwirtschaft und Bar einrichten, Sandwiches streichen, Beschilderungen aufhängen, Musikanlage, Elektronik und Büro in Betrieb nehmen, Werbebanden aufhängen und die Volleynetze spannen. Dank der Routine, die das Organisationsteam nun langsam mitbringt und dank den Helfern, die sich jedes Jahr zur Verfügung stellen, klappte alles, und ohne grossen Stress waren wir rechtzeitig bereit, um die 24 Mannschaften in Empfang zu nehmen.

Die ersten Personen tauchten auf. Doch waren diese wirklich am richtigen Ort? Die Zwilchhosen passen doch eher in einen Sägemehlring! Und eine Volleynight ist doch nichts für Schlümpfe?!? Und was wollten eigentlich diese Teppichhändler, die mitsamt gerolltem Perser und fliegendem Teppich eintrafen? Des Rätsels Lösung: Auch in diesem Jahr wurden die besten Kostüme prämiert, und ein paar wenige Teams liessen ihrer kreativen Ader denn auch freien Lauf. Vor allem die Teppichhändler aus dem Orient setzten so manchen Farbtupfer und liessen beinahe nichts aus dem orientalischen Brauchtum aus. Dem Organisationsteam wollten sie sogar die Speakerin für zehn Kamele abkaufen! Zum Leidwesen der Organisatoren verzichteten ihre Haremsdamen aber auf eine Bauchtanzvorführung, den Sieg für die originellste Verkleidung gewannen sie natürlich trotzdem.

Unterdessen war die kurze Vorrunde gespielt und das Teilnehmerfeld konnte in eine stärkere und eine weniger starke Hälfte geteilt werden. Das hatte von nun an viele ausgeglichene Spiele zur Folge, auf welchem Niveau auch immer. Doch dieses sollte ja sowieso nicht eine zentrale Rolle spielen. Der Fun-Faktor und das Ambiente waren mindestens ebenso wichtig. Für ersteres waren die Teams selber verantwortlich, für letzteres sorgten die auch dieses Jahr wieder charmanten Bardamen, das kulinarisch ausgereifte Angebot der Festwirtschaft und die fetzige Musik aus den Jahren, in denen wir noch jung waren.

Das mit dem "jung waren" galt erfreulicherweise nicht für alle. So sah man auch ganz junge Gesichter aus der Region Entfelden, die sich das Erlebnis Volleynight nicht entgehen liessen. Diese Resonanz im eigenen Dorf freut die Veranstalter natürlich.

Es ging nun dem letzten Viertel der Nacht entgegen. 6 Teams konnten sich noch Hoffnungen auf die 4 Halbfinalplätze machen. Die letzten Entscheidungen fielen erst mit der letzten Spielrunde der Zwischenrunde. Vor allem in der Direktbegegnung der alten Rivalen Haifisch und Platzhirsch schenkte man sich nichts, jeder Punkt musste ehrlich verdient werden. Die Haifische verdienten einen mehr und standen so neben dem Chörli, "Wotsch en verstuchte Fenger" und Tin Cup in den Halbfinals. In diesen setzten sich dann Tin Cup und die verstauchten Finger durch und durften so zum Turnierabschluss den Final austragen. Dieser wurde zu einer klaren Angelegenheit: Der Titelverteidiger "verstuchte Fenger" machte die wichtigen Punkte und gewann auch das diesjährige Turnier.

Richtige Verlierer gab es aber nicht. Traditionellerweise musste kein Team mit leeren Händen nach Hause gehen, sofern es am Rangverlesen noch da war. Was die Teams mit dem erhaltenen "Risotto-Chörbli" anstellen, ist ihnen überlassen. Aber schön ist es allemal, sich später nochmals zu einem geselligen Abendessen zu treffen und dabei bereits die nächstjährige Teilnahme zu besiegeln...

Nachdem alle Teams die Halle verlassen hatten, machte sich das Organisationsteam nochmals ans Werk und räumte bis zum Morgengrauen alles wieder ab. Ein Kränzchen winden darf man allen Teams: Es gab noch nie so wenig Abfall aufzuräumen wie dieses Jahr. Danke! Und auch wenn einzelne Teams wohl etwas schummelten: die allermeisten hielten sich dieses Jahr an die Vorgabe, maximal zwei lizenzierte Spieler/innen einzusetzen – auch hier ein Merci an alle fairen Mannschaften. Bis zum nächsten Jahr!

Marco Müller