Vorstandsreise 23./24.10.2004


Bericht / Photos

Oberentfelden-Urnäsch-Kronberg-Schwägalp-Säntis-Schwägalp-Aarau-Oberentfelden

Wenn Engel reisen... präsentiert sich das Wetter kaiserhaft; oder das wohl wärmste und tollste Wochenende im Oktober stand uns bei unserer Vorstandsreise zur Seite. Dank sicherem Tiefflug durch unsere Chauffeure Wabo und Stefan landeten wir (Doris, Margrit, Rosi, Conny, Patrick und ich) kurz vor Mittag gutgelaunt in Urnäsch. Ziel Kronberg wurde kurzerhand zurückgestellt, da uns ein Hochgeschwindigkeitstest auf der Rodelbahn erwartete. Dank Mut und guter Nerven (oder ein Bremser der die Bremsen nicht fand?) tränenden Augen der Konkurrenten, Rodelbahn mit Trödelbahn verwechselnden Fahrern, ging Wabo hier als klarer Sieger hervor (andere Tests bereiteten ihm arg Mühe, dazu später).

Nun stand unserer Fahrt mit der Gondelbahn auf den Kronberg nichts mehr im Wege. Bei einer traumhaften Kulisse genossen wir unser fast Einheits-Wurstkäsesalat-Mittagessen, wobei wir es nicht unterlassen konnten unser grosses Wissen über Erstabsprünge resp. Erstabstürze der Gleitschirmfliegerei kund zu tun. Ein feiner Wonder-Pipi rundete das Mahl von Wabo gekonnt ab.

Frisch gestärkt hiess es aufzubrechen durch eine Moorlandschaft zu unserem Samstag-Endziel, die Schwägalp. Kaum hatten wir einige Meter steil talwärts zurückgelegt, stand uns erneut ein Test bevor. Der überall und sehr begehrte Schuhtest! Kein Problem! Dieser Meinung waren wir alle, ausser Wabo! Sein Testergebnis: gepflasterte Hose und eine wärmende Moor-Schlamm-Packung am Rücken. Den Rest des Weges legten wir lachend, keuchend, Umwege laufend (ausser dem Schuh-Test-Sieger auch Patrick, Stefan und Rosi) ohne weitere nennenswerte Vorkommnisse zurück. Ah fast hätte ich’s vergessen, unsere Ankunft beim Berghaus Schwägalp sorgte danke des bauchfreien Jägglis von Wabo für einiges Aufsehen (sogar das Fernsehen DRS I konnte es nicht unterlassen, diese Szene in den "Kasten" zu bringen).

Eine kurze Erfrischungspause, bei "Kaffee Schwägalp" oder "Jagertee", dem Sponsor sei Dank, ein nicht so kurzer Workshop (früher hiess dies eine Vorstandssitzung) und schon fand man uns wieder bei unserer Lieblingsbeschäftigung: Dinieren! Ein gutes Glas Wein dazu und schon lagen die Jasskarten auf dem Tisch. "Hoseabe" wurde gespielt. Wobei böse Zungen behaupten, einige von uns hätten ihre Chancen bereits beim voreiligen Ansehen der Karten verspielt. Grosser Abzocker war hier Pädy (leider wiederholte er diesen Sieg auch am Sonntag).

Nach Mitternacht hiess es dann ab in die Federn, denn bereits um Halbacht am Sonntagmorgen standen wir alle bei der Talstation der Säntisbahn bereit: auf zum Frühstück! Einmalig, das Frühstück bei einem solchen Anblick zu geniessen, auf 2502 m ü.M. Der Wind blies uns schon recht stark um die Ohren, so dass wir es vorzogen im warmen Restaurant zu bleiben und zu jassen. Sehr zum Ärger diverser Touris, die absolut kein Verständnis zeigten, was wiederum zur Folge hatte, dass Rosi all ihre Chancen dieses Spiel zu gewinnen im Vorfelde vergab.

Punkt Elf durften wir an einer Führung durch die Säntisanlage teilnehmen. Auf eindrückliche Weise erfuhren wir mittels Filmvorführung wie die erste Bahn gebaut wurde, und wie die heutige Bahn und der Sendeturm entstanden. Vorort bestaunten wir das Innenleben des 126 m hohen Sendeturms, der in einem 16 Meter tiefen, 60 Tonnen schweren Betonsockel verankert wurde.

Mit der Gondel fuhren wir zurück zur Schwägalp (wobei wir die Unerschrockenen beobachteten, welche durch Geröll und über Felskreten den Aufstieg zum Säntis unter die Füsse genommen hatten), und erreichten just im selben Moment wie die Sonne die Terrasse des Berghauses, ein absolut perfektes Timing. Bei Speis und Trank genossen wir die Aussicht, die wohl bald letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres, die vielen vielen Wanderfreudigen und Hunderte von Töfffahrern, Teenager-Spätlesen, barocke Playboys, und... und.. Und schon hiess es wieder Abschiednehmen vom Dolce far niente, Rückfahrt entlang kilometerlanger Autoparkschlangen, über die Autobahn direkt zur Schachenhalle in Aarau.

TV Suhr gegen Wacker Thun. Dieses spannende Spiel mit einem Sieg des TV Suhr war der krönende Abschluss des genialtollschönen Weekends. Danke an Wabo für die Einladung zu diesem spannenden Spiel.

Für diese zwei Tage, bei schönstem Wetter, gespickt mit Fröhlichkeit und guten Gesprächen, die Organisation und Durchführung, möchte ich mich an dieser Stelle im Namen Aller ganz herzlich bedanken.

Madlen Bichsel