Turnen für jedermann: Turnfahrt 11./12.09.2004

Am Samstagmorgen früh um 06.15 Uhr besammelten sich 13 erwartungsfrohe Turnerinnen und Turner bei der Sporthalle. Ausser dem Organisationsteam (Vreni Müller, Beni Zweidler und Martin Arnold) wusste niemand, wohin uns die Reise führen sollte, geschweige denn, was uns erwartete. Mit einem kleinen Reisebus ging es dann los auf der Autobahn Richtung Zürich und es wurde eifrig geraten, wo unser Ziel wohl sein würde. Es zeigte sich später, dass wir unser Wochenende im Appenzellerland verbringen würden. Die Fahrt dorthin verlief so reibungslos, dass wir knapp eine Stunde früher als vorgesehen bei unserem Kaffeehalt in Grub ankamen. Dank der Flexibilität der Wirtsleute wurde uns der Kaffee, der auf 9 Uhr vorbestellt war (im Restaurant Bären, das normalerweise erst um 10 Uhr öffnet), bereits um 8 Uhr serviert.

Später ging die Fahrt weiter nach Heiden, von wo aus wir den Witzweg unter die Füsse nahmen. Der Witzweg führt von Heiden nach Walzenhausen und ist gespickt mit ca. 80 Witztafeln. Bei dieser Wanderung wird es bestimmt niemandem langweilig. Nach erfolgreicher Bewältigung dieses Marsches, inkl. Verpflegung aus dem Rucksack mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee, brachte uns ein Postauto wieder nach Heiden zurück.

Unser nächstes Ziel war Appenzell, wo uns eine eindrückliche Stadtbesichtigung inkl. Käsedegustation geboten wurde. Es war wirklich interessant, was uns die Hostess über das malerische Städtchen berichten konnte.

Danach fuhr uns Martin nach Gais zum Gasthaus Sternen, welches von dem in Oberentfelden aufgewachsenen Martin Zwyssig geführt wird. Da konnten wir unsere Zimmer beziehen und uns bei einem Aperitif auf das Nachtessen freuen. Nach hervorragendem 4-Gang-Menü verbrachten wir den Rest des Abends mit Kartenspielen und dem Vertraut machen der Appenzeller Fensterbauweise.

Blitz und Donner kündeten in der Nacht einen Wetterumbruch an, welcher uns am Sonntagmorgen mit Regen bestätigt wurde. Nichtsdestotrotz stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet für den bevorstehenden Tag.

Als Erstes besuchten wir Hr. Mösli, der als Weissküfer und Drechsler in Gais eine eigene Werkstatt besitzt. Seine fachmännischen Ausführungen, welche er mit praktischen Beispielen untermauerte, fanden interessierte Augen und Ohren. Die Zeit verging wie im Flug und schon bald mussten wir uns in strömendem Regen wieder auf den Weg machen. Diesmal wanderten wir auf dem Hirschberg bei Appenzell. Unterwegs überraschten uns Martin und Beni trotz Regen mit einem Feuer, auf welchem sie für alle eine Cervelat gebraten haben. Unbeirrt wurden die Würste verzehrt und das Brot wurde dank feuchter Witterung nicht trocken. Den Härtetest für Regenjacken haben leider nicht alle Modelle bestanden und so setzten wir unseren Weg bald fort Richtung Restaurant Hoher Hirschberg. Dort konnten wir uns wieder etwas aufwärmen.

Aufgrund der misslichen Wetterverhältnisse wurde kurzfristig das Programm geändert. So gingen wir nicht wieder zu Fuss zum Buss, sondern Martin holte uns den Bus ab, und wir machten uns etwas früher als vorgesehen auf den Heimweg.

Ein interessantes und gelungenes Wochenende ging zu Ende und es bleibt nur noch zu sagen: Danke Vreni, Beni und Martin!

Erika Boiteux

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