Turnerinnen: Turnfahrt vom 06./07.09.2003

Oberentfelden-Aarau-Vevey-Chexbres-Rivaz-Montreux-Morges-Neuchâtel-Aarau-Oberentfelden

Frühmorgens, mit noch etwas verschlafenen Augen, jedoch hellwachem Mundwerk, sitzen wir im Zug. Aarau – Vevey. Die 2 stündige Bahnfahrt erscheint uns so kurz, dass wir sogleich den Train de vin bestürmen der uns ins Weingebiet des „Lavaux“ bringt. Dort lassen wir uns in die Kunst des Weinanbaues einführen und werden mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass der See der sich zu unseren Füssen erstreckt mit Bestimmtheit nur einen Namen trägt: Lac Léman. Der anschliessend etwas kurz ausgefallenen Weindegustation folgt ein üppiges Mal. Wobei die Einen beim Kantonalgetränk Wein bleiben, die Anderen sich mit Blöterliwasser begnügen. Leider bleibt uns keine Zeit zum Verweilen, Aufbruch nach Rivaz, zum Schiffssteg. Da wir die Direktheit lieben, verzichten wir auf den Kulturweg, wählen die kürzere Route.

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Diese führt uns allerdings relativ steil abwärts und unsere Füsse switzen extrem. Von diesen Strapazen erholen wir uns während der Schifffahrt nach Montreux – Chillon. Kulturell sind wir à jour, unsere Schlossführerin Gaby hat alles fest im Griff. Eine Kurze Bahnfahrt bring uns unserem Endziel des 1. Tages näher: Morges. Voller Vorfreude auf eine erfrischende Dusche sowie einer entspannenden Ruhefase, machen wir uns auf die Suche nach unserem Nachtlogis. Das Hotel Savoi. Gemäss Reiseunterlagen 1. Adresse in Morges, nur 50 Meter vom See entfernt, ruhige Lage. Doch schon die Aussenansicht dieses Etablissements ruft einige Zweifel hervor. Einmal eingetreten ist leider bereits 1x zuviel! Die Gründe, weshalb sich dieses Haus hotel nennen darf, entzieht sich unserer Kenntnis. 2 Sterne werden angepriesen. Vermutlich 1er für Sau und der 2te für Stall. Ein Ort wo sich Flöhe und Wanzen wohlfühlen. Aber doch wir nicht!!! Mit den stolzen Preisen die wir pro Person bezahlen müssen, können wir glatt das ganze Haus erwerben, dabei suchen wir bloss eine Übernachtungsmöglichkeit!!! Ein tolles Nachtessen hebt jedoch unsere Stimmung extrem und dank des Schlummerbechers mildert sich unser Sehvermögen und wir sinken in einen tiefen festen Schlaf.

Frisch gestärkt durch ein karges Frühstück schlendern wir am Sonntagmorgen Richtung Schiffssteg, wo uns die Galeere erwartet. An Bord geniessen wir die Sonne, den Fahrtwind, die tolle Aussicht. Muskelkater in den Oberarmen kriegen wir dank des Schiffmotors keinen. Wie schnell doch die Zeit vergeht, kaum in Oberentfelden gestartet, ruft die Rückkehr. Einmal mehr ist Bahnfahren angesagt. Kurzentschlossen unterbrechen wir unsere Rückreise in Neuchâtel zwecks Füllung der Bäuche mit den obligaten Pommes und Mayo sowie Salaten. Frisch gestärkt durch Speis und Trank absolvieren wir die kurze, dafür sehr heftige Steigung, welche uns extrem keuchen lässt, zurück zum Bahnhof. Diese Anstrengung belohnen wir uns auf dem schnellsten Wege mit einem Soft-Ice von MC Donald. Nach einer kurzen Fahrt treffen wir in Oberentfelden ein und unser 2-tägiger Ausflug gehört bereits der Vergangenheit an. Es war eine Erlebnisreiche, schöne, lustige, unterhaltsame, einfach eine tolle Reise und wir freuen uns bereits extrem auf die im 2004.

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