Jugireise August 2003

Schlafen im Stroh

Bilder / Impressionen

Die diesjährige Jugireise sollte wieder einmal etwas Spezielles sein und vor allem das erste Mal zwei Tage dauern. Doch wohin mit sooooo vielen Kindern, das war die grosse Frage. Schlafen im Stroh auf einem Bauernhof war unsere Antwort.

Am Samstagmorgen machten wir uns bei strömendem Regen auf den Weg Richtung Roggenhausen. Schönwetterprogramm war angesagt. Die Zweifel ob dies auch wirklich die richtige Wahl war, waren anfangs ziemlich gross. Bräteln im Freien das war dank der kurzfristigen Improvisation im Roggi mit gedecktem Unterstand und Gasgrill doch noch möglich. Die Regenjacken blieben von da an im Rucksack. Nach dem Zmittag machten wir uns auf den Weg nach Aarau und von dort fuhren wir mit dem Bus nach Herznach. Etwas müde aber voller Enthusiasmus kamen wir auf dem Eichhof an. Die Kinder konnten es kaum erwarten ihre Schlafplätze zu sehen. Herumtollen im Stroh, mit dem etwas störrischen Esel spazieren gehen und alle Tiere begutachten liess auch schon bald Hunger aufkommen. Mit vorgekochten Penne und Tomatensauce waren dann innert kurzer Zeit auch die knurrenden Bäuche gefüllt. Nun stand eine Olympiade mit vielen lustigen Spielen auf dem Programm. Nach dem Dessert sah man da und dort die ersten müden Äuglein, also war Zähne putzen und "Katzenwäsche" angesagt. Mit einer Gute-Nacht Geschichte von der Märlitante Stefi fielen nach kurzem Geschnäder unsere Kleinsten in einen tiefen Schlaf. Mit den Grösseren hat dies leider nicht funktioniert. Die Plappermäuler liessen sich erst zu später Stunde schliessen. Danach hörte man nur noch die Kühe im Stall schnarchen.

Der Morgen kam und schon bald waren alle wieder munter und hatten einen Bärenhunger. Nach dem Frühstück wurde das Gepäck von einigen Eltern abgeholt und wir machten uns auf den Weg nach Wölflinswil. Das Zmittag konnten wir auf einem anderen Bauernhof bräteln und dort auch einige Zeit mit Herumtollen verbringen. Mit lautem Gesang wie "Webstube-Boogie" zogen wir bei strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Bushaltestelle und nach Hause. Mit einem etwas strengen Geruch übergaben wir alle Kinder in die Obhut der Eltern.

So viele zufriedene und glückliche Kinder auf einem Haufen zu sehen hat uns wieder einmal in unserer Arbeit bestätigt. Ich denke, dass diese Reise allen in guter Erinnerung bleiben wird und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal.

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