Turnen für jedermann: Turnfahrt September 2002

Turnfahrt ins Binntal

Eine erwartungsfrohe Schar machte sich am Samstag frühmorgens um 7 Uhr mit einem Kleinbus auf den Weg ins Wallis. Nach ersten intensiv geführten Gesprächen wurde es allmählich ruhiger und nach dem Autoverlad in Kandersteg konnte sich auch der Chauffeur kurze Zeit zurücklehnen und ein wenig dösen.

In Steg wurde eine Kaffee-, Gipfeli-, und Bisli-Pause eingelegt. Frisch gestärkt wurde der Rest der Fahrt unter die Räder genommen. Die Strasse ins Binntal war teilweise so schmal, dass wir beim Kreuzen mit dem Postauto alle etwas näher zusammensitzen mussten! Eindrücklich ist auch der Tunnel bei Ausserbinn, welcher 2 km lang, schnurgerade, schwach beleuchtet und sehr eng ist.

In Binn angekommen machten wir uns frohgelaunt auf unsere erste Wanderstrecke nach Imfeld. An einem windgeschützten, sonnigen Plätzchen machten wir Mittagsrast und liessen uns das mitgebrachte Essen aus dem Rucksack schmecken. Angetrieben vom Wissen, dass es in Imfeld guten Kaffee gibt, ging es dann flotten Schrittes weiter. Im Restaurant Imfeld war dann nur noch die Frage, ob "mit oder ohne", die uns das ganze Wochenende begleiten sollte.

In der Lengenbachgrube versuchten wir uns als Strahler und klopften mit unseren mitgenommenen Hammer wie wild auf den Steinen herum – leider mit sehr bescheidenem Erfolg. Über den Weldweg Richtung Binn gelangten wir zum Hotel Ofenhorn, wo wir unsere Zimmer beziehen konnten.

Nach einer erfrischenden Dusche und einem feinen Aperitiv machten wir uns wie ausgehungerte Tiere über das leckere Salatbuffet her. Das nachfolgende sehr gute Essen rundeten die meisten mit einem süffigen Goron ab. Schon während dem Nachtessen ging es teilweise hoch zu und her, wobei wieder die Frage "mit oder ohne" im Vordergrund stand. Mit einem Verdauungsspaziergang konnten die Lachmuskeln wieder etwas entspannt werden. Erst beim Nachmümpfeli im Restaurant Brücke wurden die Taschentücher wieder hervorgeholt. Die Tränendrüsen hatten wieder Hochsaison und der morgendliche Muskelkater im Bauch kam wohl eher vom Lachen, denn vom Wandern.

Am Sonntagmorgen tielten wird uns in zwei Gruppen. Eine Gruppe nahm die etwas gemütlichere Höhenwegroute nach Heiligkreuz unter die Füsse. Die andere Gruppe machte die etwas anspruchsvollere, aber wunderschöne Route über Grummela – Rufibort – Masschliecht nach Heiligkreuz. Auch dort erwartete uns ein schmackhafter Hauskafi – natürlich mit. Da sich das Wetter gegen Mittag verschlechterte, machten wir uns früher als vorgesehen wieder auf den Rückweg nach Binn. Hier konnten alle, die sich tags zuvor vergeblich bemühten, wunderschöne Kristalle kaufen.

Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen von einer herrlichen Region mit einer enormen Vielfalt an Insekten und Pflanzen.

Die Heimreise führte uns über Fiesch nach Oberwald, wo wir wiederum den Autoverlad benutzen. In Andermatt war unser nächster Kaffeehalt und es hiess zum letzten mal "mit oder ohne" (Dessert).

Dann ging es endgültig heimwärts, wo uns unser Chauffeur und Reiseorganisator Martin Arnold bis fast vor die Haustüre gefahren hat. Vielen Dank, Martin!!!

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