SATUS Sportfest 2001 in Aarburg

Das etwas "andere" Sportfest
... oder, der Aufbruch in eine neue SATUS Turn-Aera!

Bilder / Impressionen

Vor rund 1½ Jahren machten sich die Geschäftsleitung und die techn. Kommission des SATUS Aargau Gedanken darüber, wie der Veränderung in der Gesellschaft und in den Vereinen Rechnung getragen werden kann. "Turnen" hat in den letzten Jahren an Beliebtheit verloren und entsprechend sanken auch die Mitgliederzahlen. Selbst die Teilnahme an den eidg. Turnfesten – sonst immer ein Höhepunkt im Vereinsleben - war in der Vergangenheit von mässiger Beteiligung geprägt.

Mit dem neu konzipierten und vom SATUS Aarburg erstmalig in dieser Form durchgeführten "Kantonalen", fiel über das Wochenende vom 30.06./01.07. der Startschuss zum Aufbruch in eine "neue Aera". Der Sportverein SATUS Oberentfelden steht wohl mit der Meinung - ein absolut gelungenes Sportfest erlebt zu haben - nicht alleine.

Was ist denn neu?

  • Verschwunden sind beispielsweise der Festführer und organisiertes Essen auf Zeit und Kommando. Ein breites Angebot an verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten liess aber niemanden auf dem Turnplatz hungern.
  • Die Anzahl des Wettkampfangebotes wurde verkleinert.
  • Die Wettkämpfe sind auf eine möglichst kurze Zeitspanne komprimiert.
  • Das Samstag-Abendprogramm wird durch die Vereine selber gestaltet.
  • Anstelle der traditionellen Medaillen werden Naturalgaben abgegeben.
  • Unsere Leistungen

    Die Frauenriege und die Turnerinnen spielten Schnurball bis zum Umfallen (im wahrsten Sinne des Wortes). Es wurde um jeden Ball hart gekämpft, doch fehlten am Schluss jeweils die entscheidenden Punkte. Im Volleyball Mixed setzte sich die aus Leichtathleten bestehende Mannschaft von Oberentfelden immerhin auf den 4. Rang und im Beach-Volleyball landeten die Teams auf dem 2., 5. und 9. Rang. Die Unihockeyaner beendeten ihr Turnier als 9. Die Final-Begegnung im Handball zwischen Lenzburg und Oberentfelden 1 verlief dramatisch und brachte Lenzburg mit einem Punkt Vorsprung (6:5) als Sieger hervor. Grund zum Jubeln hatten die Street Soccer, sie hatten sich den 1. Rang erspielt.

    Konditionell auf der Höhe sind anscheinend "unsere Bobfahrer". Im Fünfkampf der Männer Teilnehmer: 258), belegte Urs Gretler den ausgezeichneten 6., Martin Galliker den 23. und Dominic Blattner den 50. Rang (alle mit Auszeichnung). Auch bei den Turnerinnen/Frauen (Teilnehmer: 234), wurden durch Margrit Gehri im 25. und Jeannette Bodmer im 52. Rang Auszeichnungen erkämpft.

    Besonders herauszuheben ist die Leistung von Hedy Zysset, die mit ihren fast 80 Jahren so manche um Jahre jüngere Einzelkämpferin hinter sich liess und im Gesamtklassement auf den hervorragenden 92. Rang kam.

    Der Gruppenwettkampf der Frauen/Turnerinnen (Teilnehmer: 179 Gruppen) beendete Oberentfelden 6 mit einer Auszeichnung auf dem 43. Rang.

    Abendprogramm als Highlight

    Erstmalig wurde die Unterhaltung am Samstagabend von den einzelnen Riegen selbst bestritten und die einzelnen Darbietungen von einer Promi-Jury bewertet. Von den 14 Vorführungen, wovon drei aus Oberentfelden stammten, hätte wohl jede einzelne verdient, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Verlierer gibt es bei solchen Wettkämpfen ohnehin keine und so setzten wir uns gemeinsam mit 9 weiteren Riegen auf den 4. Platz. Auf jeden Fall hat es riesig Spass gemacht.

    Was wäre ein Sportfest ohne den Sektionswettkampf!

    In der Kategorie Turnerinnen hatten sich 11 Sektionen für diesen Vereinswettkampf angemeldet. Was da am Sonntagnachmittag den Zuschauern geboten wurde, war bemerkenswert. Bei allen Teilnehmenden merkte man, dass sie von ihren Leiterinnen gut auf diesen Wettkampf vorbereitet worden sind. Mit einer sauber vorgetragenen modernen Gymnastik erreichten die Turnerinnen aus Oberentfelden eine Punktzahl von 8.10 und damit den 9. Rang.

    Der Schlusspunkt

    Mit einem Raketenknall wurde der Abschluss des Festes unter dem Titel "Top mit Sport" eröffnet. In bunter Reihe folgten sich turnerische Auftritte, der Fahnenmarsch und verschiedene kurze Ansprachen.

    "Der Sport fördere drei Sachen: Toleranz, Fairness und Disziplin", dies die Worte von Landammann und OK-Ehrenpräsident Kurt Wernli. Zudem sei er gut für Körper, Geist und Seele. Der Sport muss ganz einfach ein Teil unseres täglichen Lebens sein.

    Fazit: "Dieses Sportfest war wirklich anders – nämlich super."

    Wieder einmal hat es sich bestätigt, dass – ob älter oder jünger – jede/r in der Lage ist, mit sportlichem Einsatz, Fairness, Toleranz und Disziplin zu einem tollen Gemeinschaftserlebnis beizutragen. Ein Sportfest in dieser Art, das alle Sparten, Alt und Jung, so nahe zusammenrücken lässt, ist wiederholungswürdig.

    Wir, der SATUS Sportverein Oberentfelden sind nicht überall die ersten in der Rangliste aber gewonnen haben wir auf jeden Fall mit der Teilnahme an diesem eindrücklichen kantonalen Sportfest in Aarburg.

    Jeannette Bodmer