Turnfahrt Frauenriege 2000

"Wenn Engel reisen!" oder "...der steinige Weg in den Himmel!"

So hätte man die Turnfahrt der Frauenriege vom 2./3. September 2000 betiteln können.

Per Bahn via Zürich-Sargans-Vaduz gelangten wir nach Malbun und nach einer kurzen Sesselliftfahrt begann die erste Etappe unserer Wanderung Richtung Sareiser-Joch. Am Markstein Grenze Fürstentum Liechtenstein – Oesterreich wurde kurz Rast gemacht.

  Markstein   Markstein Grenze FL - Oesterreich

Wie sich später herausstellte hatten wir bis dahin den leichteren Teil der Wanderung hinter uns. Wer immer meint, in den Himmel gehe es aufwärts, der täuscht sich. Zumindest führte uns unser Weg nur abwärts und war zudem lang, holprig, steinig und nass.

Was sich aber dann unseren Augen bot, war tatsächlich himmlisch. Der "Nenzinger-Himmel", zu vergleichen mit einer kleinen abgelegenen Alp, tat sich vor uns auf. Idyllisch, inmitten sattgrüner Wiesen gelegen, umrahmt von sanften Hügeln. Der Spruch: "Wenn Engel reisen, lacht der Himmel" ist wohl wahr, denn just bei unserer Ankunft verzogen sich die Wolken und die Sonne zeigte sich.

Die Wirtin begrüsste uns herzlich und wollte uns eben die Unterkunft zeigen, als ein Gruppe Jäger das Lokal verliess. Natürlich machte man sich kurz bekannt. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. In Windeseile waren Gläser und Wein auf dem Tisch und im Nu war eine fröhliche Stimmung aufgekommen. Zum Abschied wurde ein Lied angestimmt und die Jäger gingen nun tatsächlich auf die Jagd versprachen aber, uns anderntags ein Jagdhorn-Konzert zu geben. Nun denn: "Weidmannsheil".

Das kleine Zvieri-Plättli, welches wir uns nach des Tages Müh' bestellten, hätte (fast) eine Kompanie ernährt. Doch wer kennt sie nicht, die Portionen der Oesterreicher!

  s'Vieri-Plättli   s'Zvieri-"Plättli" à la Oesterreich

Die Zeit bis zum Nachtessen verbrachten wir – wie könnte es anders sein – mit Jassen und sonstigen Spielen. Und dann eben Nachtessen: wieder die Oesterreicher-Portionen! Hätten wir daran gedacht, was Lauchstrudel für eine Wirkung haben kann... doch dazu später.

Fast schon Tradition ist, dass unsere Hedy Zysset mit lustigen Geschichten und Gedichten aufwartet. Nicht nur uns hat sie damit unterhalten, nein, das ganze Lokal war ganz Ohr.

  Hedy 1   Hedy 2   Hedy in Aktion

Die Polizeistunde war schon längst überschritten als die Müdigkeit dann doch siegte. Diese war jedoch wie weggeblasen, als wir die Tür zum Schlafsaal öffneten. Lauchstrudel lässt grüssen.....Das Gelächter war gross und die Luft wurde immer dicker. Natürlich machte man darüber noch Witze, bis dann wirklich Nachtruhe einkehrte. Wir schliefen trotzdem himmlisch.

Anderntags beim Frühstück waren unsere "Jäger-Freunde" prompt zur Stelle und gaben tatsächlich das versprochene Jagdhorn-Konzert. Für den Rest unserer Wanderung machte uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung. Absolut nicht himmlisch.

  Gruppenbild   Gruppenbild "mit Nebel"

Doch unsere gute Laune wurde dadurch in keiner Weise getrübt. Per Bus wurden wir durch eine "gfürchige" Schlucht Richtung Nenzing gefahren, um dann per Bahn via Bludenz unsere Heimreise anzutreten. Alles in allem eine wirklich gelungene Turnfahrt, deren Organisation Nelly Merz übernommen hatte. Vielen Dank nochmals auch auf diesem Wege.

Jeannette Bodmer